Täuschung der Sinne!
White Sands National Monument / New Mexico
10. November 2007
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GPS: N 32° 49' 13'' / W 106° 17' 30''
Der Himmel wolkenlos und blau, die Sonne blendet, das Weiss glitzert und reflektiert, der Untergrund knistert unter der Sohle, Spannungen lösen sich leise und mit sanftem Knall, der Schall ist dumpf - die Ruhe ganz aussergewöhnlich!
Eigentlich müsste es jetzt doch kalt sein und wir unsere Schneeschuhe oder Skis angeschnallt haben. Statt dessen stehen wir in kurzen Hosen und im T-Shirt in der "winterlichen" Pracht!
Wir liessen unsere Sinne täuschen und waren dabei fasziniert - von den White Sands im Süden von New Mexico - der einzigartigen "weissen" Wüste aus reinstem Gips.
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Wir sind traurig!
Arches National Park
28. Oktober 2007
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Zurück aus den Canyons des Capitol Reef- und Canyonlands-Nationalparks – wo wir während Tagen verweilten und unvergessliche Stimmungsbilder mit nehmen durften – erreichte uns die traurige Nachricht vom Tod unseres Vaters / Schwiegervaters. Er verstarb am 17. Oktober 2007, trotz seinem hohen Alter von fast 95 Jahren, überraschend.
Unser Fahrzeug ist mit Kontrollschild „LU 8619“ unterwegs – die Nummer also, mit der er während Jahrzehnten die Schweiz intensiv bereiste. Dass „LU 8619“ im Familienbesitz blieb und nun sogar die Welt bereist, erfüllte ihn mit einer gewissen Genugtuung und Stolz.
Trotz Internet-Zeitalter haben wir unseren Vater / Schwiegervater auf traditionelle Art – mit regelmässigen Postkartengrüssen – an unseren Reiseerlebnissen teilhaben lassen. Die nächste Karte wäre schon bald fällig gewesen – kommt jedoch nicht mehr zum Versand. So senden wir unseren letzten Gruss symbolisch auf diesem Weg und halten an der bis anhin stets verwendeten Einleitung fest:
Lieber Papa
„LU 8619“ mit Team Esti und Peti sind weiterhin gut auf Kurs!
Vor kurzer Zeit sind wir im Arches-Nationalpark an einen ganz speziellen Ort gelangt – er lud zum Innehalten und vermittelte spürbar Kraft. Die filigrane und in Millionen von Jahren heraus geschliffene „Brücke“ aus Stein hat uns mächtig beeindruckt.
Wir werden in den nächsten Tagen nochmals zu diesem Ort hoch wandern, in Stille verweilen – um dir in Gedanken ganz nah zu sein!
Ein letzter Gruss, in Dankbarkeit
Peti und Esti
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Im Gleichgewicht...
Canyonlands National Park - Utah
22. Oktober 2007
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GPS: N 38° 27' 50'' / W 109° 47' 08''
Die Ausgewogenheit zwischen Naturschönheit und aktivem Erleben in den National Parks von Utah ermöglicht uns in Musse vergangene Reise-Eindrücke entsprechend einzuordnen.
In Umkehrung der alten Globetrotter-Weisheit "Reisen statt Ferien" verweilen wir bei prächtigstem Spätsommerwetter solange auf dem Colorado Plateau ... bis uns auch auf dieser Höhenlage (ca. 2000 - 3000 M.ü.M.) winterliche Anzeichen in südlichere Gebiete locken.
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Nun aber raus ...
Pacific Rim National Park / Vancouver Island
14. September 2007
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GPS: N 49° 03' 29''/ W 125° 43' 26''
... aus dem Wald! Unser ständiger Begleiter - mal dicht, mal licht, mal hoch-, mal tiefstämmig - hat in uns oft den Eindruck erweckt, dass wir so langsam zu der Spezies der "Waldmändli" mutieren! Auf Vancouver Island erleben wir zudem eindrücklich wieso der Regenwald diesen Namen verdient.
Wir möchten die "bäumigen" Erfahrungen nicht missen - freuen uns nun aber auf die Canyons im Südwesten der USA.
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Hochsaison im Lachsfischen
Valdez / Prince Williams Sound - Alaska
2. September 2007
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GPS: N 60° 28' 07'' / W 147° 07' 44''
In Alaska beherrscht nur ein Thema den Alltag - Lachsfischen! Die Silver Salmon sind jetzt in den Küstengewässern und suchen sich ihren Fluss. Auf unserem Abstecher nach Valdez erlebten wir auf eindrückliche Weise wie intensiv der Lachs befischt wird. Nebst kommerziellem Fischfang messen sich Hobby-Angler in einem Fish-Derby um Tages- und Gesamtsieger. Der bis heute schwerste Lachsfang wurde mit unglaublichen 19 Pfund rangiert. Staunend standen wir am Pier und beobachteten wie die Angler ihren Fang schubkarrenweise ans Land brachten, die Fische zerlegt und für unsere Begriffe oft allzu grosszügig filetiert wurden. Unser Eindruck - solch hohe Fangerträge nehmen selbst bei Hobby-Anglern fast kommerzielles Streben an - unsere Vorstellung vom einsamen Lachsfischer am rauschenden Fluss mussten wir nach diesen Bildern sofort revidieren.
Wir ziehen nun weiter in südlicher Richtung und hoffen dabei noch auf "echte" Fischer zu treffen - Bären die sich nur so viel Beute nehmen, wie sie für den bevorstehenden Winter wirklich benötigen.
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Polarkreis, Tundra und Caribous
Inuvik / Northwest Territories
11. August 2007
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GPS: N 68° 21' 29" / W 133° 43' 23"
Die Tatsachen, dass sich die Tundra gold-gelblich verfärbt und sich die Bühlmann's bereits wieder in Faserpelz kleiden, lässt darauf schliessen, dass der Herbst in diesen Breitengraden schon im August Einzug hält!
Mit dem Erreichen von Inuvik, über den Dempster Highway, ab der Goldgräber Stadt Dawson City, auf 750km Schotterpiste, haben wir den nördlichsten Punkt unserer Reise erreicht ... die Panamericana kann nun also richtig beginnen!
Die ersten Etappen in südlicher Richtung - durch die Länder/Stammesgebiete der Inuit - ein eindrucksvoller Beginn mit nachhaltigen Erinnerungen an herzliche Menschen, einmalige Tierbeobachtungen und arktische Landschaften.
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Rund um uns ... - nur die Rockies!
Gletscher „Mount Edith Cavell“
29. Juli 2007
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GPS: N 52° 45’ 56“ / W 117° 58’ 59“
Die „Rocky Mountains“ haben uns wieder! Seit rund zwei Wochen streifen wir durch die Täler dieses beeindruckenden Gebirges. Vom Waterton- bis hinauf zum bekannten Jasper-/Banff-Nationalpark haben wir auf alternativen Routen abseits des grossen Touristenstroms viel Neues entdeckt. Unser „Yak“ hat den ersten Härtetest auf den rauhen und staubigen Forststrassen bestens bestanden und uns einen Vorgeschmack gegeben, was uns im Yukon/Alaska so alles erwarten wird!
Auf ausgedehnten Bergtouren haben wir schon ein paar „Gipfel“ erklommen und prächtige Rundsichten geniessen dürfen. Heimatgefühle kommen auf … wenn`s dazu auch noch eine Bergbeiz gäbe!!!
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"The long ride"...
... die lange lange Reise quer durch Kanada
Mitte Juli 2007
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GPS: N 49° 32’ 46“ / W 109° 46’ 29“
Nach überraschend abwechslungsreicher Fahrt – entlang den Seen Lake Huron und Superior (der Geographie-Unterricht mit der geforderten Aufzählung der fünf grossen Seen lässt grüssen!) haben wir uns in den Weiten der Prärie verloren. Nahe der Grenze zu den USA sind wir oft alleine auf Schotterstrassen durch endlosen Getreide- und Rapsfelder, Weide- und Niemandsland vorbei an einsamen oder verlassenen Gehöften - durch die unendliche Weite von Manitoba und Saskatchewan gefahren. Über Allem eine unbeschreibliche Ruhe – eine Erfahrung der besonderen Art.
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Besuch aus Udligenswil
St. Siméon / Quebec (St. Lawrence Strom)
25. Juni 2007
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GPS: N 47° 51’ 35’’ / W 69° 52’ 08’”
Nicht ganz zufällig haben wir unsere Freunde Beata und Beat – unterwegs auf Ferienreise im Osten von Kanada – am St. Lawrence Strom getroffen. Auf einer Wanderung und am abendlichen Lagerfeuer gab’s natürlich viel zu Erzählen. Die gemeinsame Zeit war knapp – wir haben die Stunden und ihre Gastfreundschaft (in der fahrenden 3-Zimmerwohnung) sehr genossen. Besten Dank und … auf Wiedersehen!
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Im Eis blockiert
St. Anthony / Neufundland
16. Juni 2007
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GPS: N 51° 34’ / W 55° 29’
Selbst auf eigenes Risiko wäre unsere geplante Reiseroute, weiter ins nördliche Labrador, nicht zu befahren gewesen. Grosse Massen von Treibeis verhindern seit drei Wochen den fahrplanmässigen Fährbetrieb.
So wurde unser Abstecher nach Labrador buchstäblich "auf's Eis" gelegt!
Für uns heisst dies, zurück nach Halifax/Nova Scotia, weiter hoch nach Quebec, um von dort den "long ride" / Traversierung von Kanada anzutreten.
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Bike-Tour im Eis
Twillingate / Neufundland
14. Juni 2007
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GPS: N 49° 39’ / W 54° 46’
Ein einzigartiges Schauspiel mit unseren Bikes auf Eisberg-Jagd. Ganze Buchten voller Packeis und dazwischen von der Arktis abgedriftete riesige Eisklötze, wie sie Peti nur aus der Antarktis kennt. Grüne Wiesen, blühende Blumen – ein Kontrast wie im Bilderbuch!
Von der geschätzten Population von über 130'000 Elchen haben wir bestimmt ein ½ o/oo gesehen, ein nicht zu unterschätzendes Risiko beim Fahren!
Unser Abstecher nach Neufundland war der Höhepunkt unserer bisherigen Reise, es verkörpert auf kleinem Raum die Vielfalt von Kanadas Osten. Was wir hier nie erwarten durften – Sommerbeginn und Tage mit Temperaturen bis 30°!
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Hochs und Tiefs
Hopewell Rocks / New Brunswick
16. Mai 2007
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GPS: N 45° 00’ / W 65° 48’
So einzigartig wie die Gezeiten an der Bay of Fundy sind (von Ebbe/Tief zu Flut/Hoch bis zu 18 Metern) - so hoffentlich einzigartig bleiben unsere ersten Reiseerfahrungen!
Tiefs: Klamme Finger, triefende Nasen, mit Zipfelmütze im Schlafsack, Eis im Wassertank, Kauf von zusätzlichen Wolldecken – kurz, für die Kanadier der schlechteste Frühling seit 20 Jahren!
Hochs: Problemlos am Zoll, nette Kontakte unterwegs (I like your vehicle !!), bestandener Materialtest für Fahrzeug und Einrichtung, Meeresfrüchte vom Feinsten (von Fisch über Muscheln bis Lobster …).
Neufundland erwartet uns – strube Tage „mit allen vier Jahreszeiten“ können uns bestimmt nicht erschüttern!
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