Für Querleser/Innen!
Von Mendoza aus, sind wir alles in südlicher Richtung gefahren. Bevor wir die Seenregion auf der Höhe von Bariloche erreichten, liess uns ein Sandsturm ins Tal von Las Leñas flüchten. Der Ort mit Skiweltcup-Reputation und Trainingsort verschiedenster europäischer National-Teams präsentierte sich erwartungsgemäss als Skiretorte ohne Sommerbetrieb.
Rund 500 Km vor der Touristenstadt Bariloche (Skigebiet, See, Wald, Wandern, Biken) hat sich die Landschaft schlagartig geändert. Nach wüstenähnlichen Abschnitten und nur vereinzelten grünen Oasen – plötzlich Tannenwald.
Die ganze Region kam uns so als Mischung zwischen kanadischen Seen (ohne Black Flys, dafür mit Riesen-Bremsen!) mit Schweizer-/Schnee-Bergen im Hintergrund, vor. Nicht alle Nationalparks boten gute Informationen und die Möglichkeiten sich aktiv zu betätigen waren oft etwas beschränkt. Trotzdem haben wir ganz gute Plätze gefunden wo wir uns mit Biken und Wandern etwas "austoben" konnten. Nach den vergangenen Monaten, wo halt eher andere Dinge auf dem Reise-Programm standen, willkommene Gelegenheiten die Natur wieder aktiv zu erleben.
Was wir ganz besonders schätzen und auch überrascht waren – Argentinien ist ein absolutes Camping-Land! Überall findet man Plätze, sogar kleinste Gemeinden betreiben einen eigenen Camping „Municipal“ und an den Seen sowie in den Parks hat man oft die Auswahl zwischen einem Platz mit Service oder einem einfachen Platz (Pit-Toilette) wie wir es nur aus den USA kennen. Zudem kann man bei so schwach besiedelten Gebieten wie hier im Westen absolut gut und sicher irgendwo draussen in der Pampa stehen. Auch hier streben wir weiterhin den Mix an – nach ein paar Tagen „wild“ nehmen wir gerne wieder mal etwas Komfort, sprich Dusche, an. Per heute ist auf den Plätzen totale Leere. An den Wochenenden hat es ab und an mal ein paar Einheimische. In den Ferien soll es aber eskalieren! Wir flüchten dann in den etwas kühleren Süden und hoffen so der Masse etwas entrinnen zu können.
Im Moment sind wir etwas von "Overlandern" zu "Campern" (Grilladen, guter Wein, warme Dusche, usw.) mutiert. So treffen wir natürlich auch vermehrt auf andere Reisende - für uns natürlich eine gute Abwechslung zum Leben „auf der Strasse“ und der Zweisamkeit draussen in der Pampa!
Auf die Dauer wurde es uns aber in diesem Streckenabschnitt doch zu langweilig – das bereiste Gebiet ist unserer gewohnten Umgebung in Europa/Schweiz doch zu ähnlich. So freuten wir uns auf Patagonien - mit seinen weiten Landschaften, der Carretera Austral, den markanten Bergen (Fitzroy, Torres del Pain, usw.) und all den Gletschern (Perito Moreno).
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Für "Fährtensucher/Innen"
Mendoza - Manzano Historico (Vallle de Uco) - Las Lenas - Malargüe - Chos Malal - Las Lajas - Lago Aluminé - P. N. Lanin - San Martin de los Andes - Lago Lacar /Quilla Quina - Lago Traful - Lago Falkner - Va. La Angostura - San Carlos de Bariloche
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Höhepunkte
- Wanderung Mt. Falkner mit Blick auf die Vulkane Lanin (ARG) und Villarrica (Chile)
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Katerstimmung?
Wir verspüren auf dem momentanen Streckenabschnitt - es ist irgendwie zu wenig "Fleisch am Knochen" für weitere Kurzberichte. So möchten wir euch nicht zusätzlich langweilen und entschuldigen unseren Mangel an Kreativität ganz einfach ... mit dem Januarloch!

