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Selbstdarstellung?

Die Reise-Homepage "yakontour.ch" war zu Beginn unserer Reise bewusst schlicht und der textliche Inhalt bescheiden gehalten worden, bloss dem Ziel verpflichtet - Familie, Freunden und Bekannten in unserem Umfeld ab und an ein Lebenszeichen zu übermitteln und kurz über unser Reisefortkommen zu berichten. Mit zunehmender Reisedauer wurden wir von Interessierten immer mehr "genötigt", umfangreicher über unseren spannenden Reisealltag zu berichten - so liessen wir uns dazu "hinreissen", zusätzliche Rubriken in die Homepage aufzunehmen!

Spass bei Seite - wir freuten uns natürlich über das positive Echo. Statt nasskaltes Alaska-Wetter bloss auszusitzen, füllten wir unseren Tagesinhalt positiv und gestalteten das Erscheinungsbild unserer Homepage kurzerhand um. Mit dem anfänglichen Versprechen und gleichzeitigem Vorbehalt, künftig jeweils bei "Zeit und Musse" und in "lockeren Abständen" umfangreichere Texte und mehr Bilder ins Netz zu stellen, betraten wir auch in Sachen Homepage Neuland! Mit dem Reisen kam der Appetit - wir stellten schon schnell mal fest, dass uns die redaktionellen Texte auch halfen Erlebnisse und Eindrücke zu verarbeiten, unsere Wachsamkeit für kleine Geschichten und Momentaufnahmen zusätzlich erhöht wurde und uns die graphische Gestaltung kreativen Spass bereitete. Als netten Nebeneffekt entstand über die letzten zwei Reisejahre auch für uns persönlich ein wertvolles Nachschlagewerk - das Erinnerungen weckt und Begebenheiten zurückholt - als wären sie erst gestern geschehen.

Wir bedanken uns bei allen, die uns durch die Rubrik "Kontakt" ein paar Zeilen zukommen liessen - Mails jeweils, so spontan wie man sie ganz besonders liebt! Zu unserem Erstaunen wurde unsere Seite zunehmend auch von einem erweiterten Personenkreis beachtet. Wir freuten uns über konkrete Fragen, Tipps, aufmunternde und bewundernde Äusserungen von ehemaligen Reiselustigen sowie Leuten die eben jetzt "ihre" grosse Reise planen.

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Das Ganze in Zahlen

Kilometerleistung  Europa  1'100 
  Nordamerika   33'900 
  Zentralamerika   14'500 
  Südamerika  29'400 
  Total  78'900 
     
Akt. Tachostand     111'800 
Diesel-Verbrauch  in Liter pro 100 Km  10,0 
Ölverbrauch  in Liter   +/- 0 
     
Dieselpreis  höchst / Kanada - Yukon   CHF 1.35/Liter 
  tiefst / Ecuador  CHF -.26/Liter 
  Ø  CHF 1.00 /Liter  
     
Defekte/Pannen  Ölverlust / Differential-Antriebswelle, hinten   Dichtung ersetzt / Kleinreparatur 
  Anlasser kein Strom   Relay ersetzt / Kleinreparatur 
  Leichter Ölverlust / Zwischengetriebe   Neu abgedichtet bei regulärem Service. 
  Kurzschluss auf zweiter Batterie (Wohnbereich)   Batterie und beschädigter Ladestrom-Verteiler ersetzt.  
  Reifenpannen   Während der Laufleistung von heute aktuell 64'000 Kilometern - OHNE Reifenpanne ;-) ... BF Goodrich AT (235/85 16) sei Dank!  
     
Reisetage
01.05.2007 - 06.04.2009 


Kanada  


127  
  USA  89 
  Total Nordamerika
01.05.2007 - 03.12.2007  
216 
  Mexiko  72 
  Belize  10 
  Guatemala  16 
  El Salvador 
  Honduras 
  Nicaragua  50 
  Costa Rica  17 
  Panama  10  
  Total Zentralamerika
04.12.2007 - 31.05.2008  
181  
  Ecuador/Galapagos   36 
  Peru  56 
  Bolivien   28 
  Chile  68 
  Argentinien  123 
  Total Südamerika
01.06.2008 - 06.04.2009  
311  
  Total Reisetage   708  

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... und der Wald spricht

Ihr seid in mir nur als Gast geduldet! Habt Ihr das vergessen?
Deshalb höre auf die Stimme des Waldes - Du kleiner Mensch!

Ich bin das Holz Deines Hauses, Dein Dach, Dein Stuhl, Dein Bett, die Wiege Deines Kindes.
Ich begleite Dich vom Anfang bis zum Ende, Spende Wärme und Schatten, bin Heimat für Wild, Vögel und Insekten.
Ich heile Deine Leiden durch Beeren, Kräuter und Säfte, bremse den Sturm, schlucke den Lärm Deiner Städte, den
Staub Deiner Strassen und das Gift Deiner Industrie.

Meine Wurzeln fangen und filtern den Regen und den Schnee damit Du zu trinken hast. Meine Wipfel schaffen Dir Luft.
Ich gebe Dir Arbeit und geistige Kraft, bin Dir ein guter Nachbar - kleiner Mensch!

Darum höre meine Stimme:
"WENN ICH TOT BIN - STIRBST AUCH DU!"
Ralf Lage, Villa General Belgrano/ARG - August im Jahre 2002

Anmerkung: Ralf's Gedicht leider aktueller denn je zuvor! Klick hier

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Wie man sich parkt - so liegt man!

So mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs zu sein, stellt sich fast täglich die gleiche Frage: "Wo übernachten wir heute"?
Je nach Land und/oder der bereisten Gegend sind die Kriterien - Ruhe, Tarnung, Sicherheit, Wind, Zufahrt, Wegfahrt, Privatbesitz, Kostenpflicht, Idylle, Untergrund sowie allgemeine Gefahren wie Überflutung oder Steinschlag - für einen geeigneten Stellplatz ganz unterschiedlich zu gewichten. Klar auch, dass der Mix der erwähnten Kriterien für einen Platz wo man mehrere Nächte campieren möchte ganz anders ausfällt, als wenn man bloss eine Nacht auf der Durchreise verbringt.

Natürlich erhielten wir auch von anderen Reisenden gute Tipps/GPS-Daten für geeignete Übernachtungsplätze und sind so auch an Traumplätzen gestanden, die wir auf Anhieb bestimmt nicht gefunden hätten.
Trotzdem wollten wir uns - so hilfreich solche Angaben auch sind - dadurch nicht unsere Routenplanung oder gar unser gemütlicher Reiserhythmus beeinflussen lassen und unterwegs unsere eigenen (Alb-)Traumplätze finden!

Peru / Cordillera Blanca
Die Passstrasse war rau und steil, unser Landi fühlte sich mit 4x4 sehr wohl. Im Gebirge auf rund 4'500 M.ü.M. - nur wir, Ruhe, imposante Schneeberge aber auch eisige Kälte. Wir schliefen mit wenig Sauerstoff schnell ein und wurden mitten in der Nacht von schäppernden, metallenen Geräuschen aus dem Schlaf gerissen! In der Dunkelheit war nichts auszumachen - wir blieben aufmerksam!
Nach rund einer halben Stunde sprang ein Motor an, Scheinwerfer erhellten die Strasse und ein mehr als vollbeladener Lastwagen setzte seine Passfahrt - nach behobener Reifenpanne - einsam und keuchend fort.

Bolivien / Altiplano
Die Sandpiste war den ganzen Tag "Feinstaub pur" und wir parkten unseren Landi weit ab von jeglicher Siedlung. Im warmen Schlafsack beobachteten wir durch das Dachfenster den klaren Sternenhimmel bevor uns ein leichter Wind in den Schlaf schaukelte. Mitten in der Nacht wurden wir durch vorerst leises und immer lauter werdendes Trompetenspiel aufgeweckt - ein einsamer Musikant näherte sich wohl unserem Platz. Wir konnten in der Dunkelheit jedoch nur erahnen woher die Musik kam - bevor die Melodie wieder leiser und leiser wurde. Am Morgen fragten wir uns echt, ob uns die Höhenlage des Altiplanos doch etwas zugesetzt hat, wir nur geträumt haben - oder ob halt doch ein Musikant ...

Argentinien / Cerro siete colores
Wir hatten die felsig/steinige Schlucht und den "Berg mit sieben Farben" in der Region Mendoza ganz für uns und beschlossen spontan die Nacht gleich dort zu verbringen. Wo immer er auch herkam, ein drolliger Hund gesellte sich zu uns und zeigte sich für die ihm zugedachte Wasserration sehr dankbar. Er blieb den ganzen Abend und legte sich für die Nacht unter unseren Landi. Mitten in der Nacht wurde Esti aufgeschreckt - Pferdegetrampel und Fussschritte waren aus der Dunkelheit zu vernehmen! Peti wurde wachgerüttelt, kein Licht, keine Stimmen - nur immer wieder Huf- und Fussstritt-Geräusche. Unser "Wachhund" war wohl eher Hund als wach - wir blieben an seiner Stelle wachsam und beobachteten aus der Dachluke bis die Geräusche sich langsam entfernten und schliesslich verebbten.
Am Morgen, nach kurzer Fahrt trafen wir auf ein richtiges "Nest" - eine Ansammlung von improvisierten Unterständen und mattgrünen Fahrzeugen unter riesigen Tarnnetzen. Wir waren also Teil - einer militärischen Nachtübung geworden!

Unzählige Situationen mehr wären noch zu berichten - Geschichten die das Reisen schrieb und einem im Nachhinein zum Schmunzeln verleiten!
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