Für Querleser/Innen!
Die Fahrt an die Westküste gestaltete sich überraschend! Mit der Vorstellung im Kopf, dass wir tagelang endlose Ebenen zu durchqueren haben – traten wir den „long ride“ an. Die lange Fahrt also, die die Kanadier jeweils mit Ehrfurcht und diejenigen, die eine solche Querung schon hinter sich haben, mit einem gewissen Stolz erwähnen!
Wir durchquerten die "Prärie" durch das Hinterland von Ottawa in Richtung der grossen Seen. Auf der Höhe von Lake Huron und Lake Superior fuhren wir weiter westlich. Speziell die Fahrt entlang vom Lake Superior und dem Seengebiet „Lake of the woods“ (südöstlich von Winnipig) war die grosse Überraschung. Sandbuchten wie am Meer, rauhe Küstenabschnitte vor hügeligem und bewaldetem Hinterland, warme Badeseen (ausser Lake Superior / 10° warm!) - ein idealer Abschnitt um sich von den ersten Etappen zu erholen.
Ab Winnipeg/Manitoba ändert sich die Szenerie schlagartig, die Prärie war erreicht. Während ein paar Tagen fuhren wir nur auf schnurgeraden Nebenstrassen, parallel zum Trans-Kanada-Highway und nahe der Grenze zu den USA, auf unser Ziel - die Rocky Mountains – zu. Endlich verspürten wir sommerliche Temperaturen. Blühende Rapsfelder in noch nie gesehener Dimension, bläulich schimmernde Leinsamenfelder in ähnlicher Grösse und dazwischen noch das junge Grün von heranwachsendem Getreide verschiedenster Arten. Eine einzigartige Farbpalette unterbrochen von kleinen Siedlungen und einsamen Farmen. Eindrücklich auch die alten und oft noch gut erhaltenen Getreidespeicher aus Holz. In den Provinzen Saskatchewan und Alberta mischten sich Weideland und viele kleine Ölfelder/Pumpwerke ins Bild ein.
Und innerhalb weniger Kilometer waren sie sichtbar – die „Rockies“. Auf zum Teil ungeteerten Strassen steuerten wir den Waterton-Nationalpark an.
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Höhepunkte
- Fahrt entlang Lake Superior / Ontario
- Seengebiet "Lake of the Woods" / Ontario
- Prärie in der Provinzen Manitoba, Saskatchewan und Alberta
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Übernachten im Ämmital!
Genau so fühlten wir, auf dem Cypress-Hill, mitten in der Prärie! Die kleinen Hügel zwischen Saskatchewan und Alberta bestechen mit alten Baumbestand, Bergbächen, kühler Luft und weidenden Kühen auf saftig grünen Wiesen. Ein Unikum mitten in der Prärie vermittelte Heimwehgefühle!
Aare-Schwimmen
Im Süden von Alberta, hart an der Grenze zu den USA, fanden wir im Milk River die dringend benötigte Abkühlung. Viele Flusswindungen liessen wir uns von der sanften Strömung durch den Canyon treiben. Beim Ausstieg – mächtige Hoodos/Sandstein Erosionen statt dem Bundeshaus und züchtig gekleidete Badegäste statt den Marzili-Badenixen. Mit „viel“ Fantasie hatte es für uns doch eine gewisse Ähnlichkeit.
PS: Die/der geneigte LeserIn fragt sich nun vielleicht, ob die Tage in der Prärie doch zu heiss oder die letzten Monate in Bern zu prägend waren?
