Für Querleser/Innen!
Mit dem Erreichen der Rocky Mountains begann für uns im Waterton Nationalpark eine aktive Zeit! Auf Bike- und Wandertouren erlebten wie in den folgenden drei Wochen die Faszination der „Rockies“.
Auf staubigen Pisten fuhren wir durch imposante Täler (Kananaskis) und lernten dabei kleinere Parks kennen, die von den Einheimischen vorwiegend an den Wochenenden frequentiert werden. Starke Winde gestalteten das Campieren und ein gemütliches Gipfel-Pic-Nic oft schwierig. Kurz vor den Schulferien setzten wir die Reise über die Nationalparks zwischen Banff und Jasper, in nördlicher Richtung, mit Ziel Yukon und Alaska, fort.
Die Fahrt auf dem legendären Alaska-Highway ist längst kein Abenteuer mehr, die Strasse verläuft gut ausgebaut durch die Weiten der Provinzen British Columbia und Yukon. Ein überraschender Abschnitt jedoch das letzte noch nicht sanierte Teilstück zwischen Fort Nelson und Watson Lake. Wir genossen die kurvenreiche Strassenführung über Pässe und durch enge Täler und bekamen so doch noch einen Eindruck, welcher Leistung es damals bedurfte, eine militärische Versorgungsstrasse in Rekordzeit durch die unwegsamen Ausläufer der nördlichen Rocky Mountains zu bauen. Für uns ein ideales Gebiet zur Erholung von längeren Fahretappen. Gute Stellplätze zum Campieren, die Möglichkeit für kurze Wanderungen und das Baden in heissen Quellen sorgten für Abwechslung.
Mit Watson Lake erreichten wir die Yukon-Territories, von wo wir unsere Fahrt durch die Einsamkeit, über rund 600 Km Schotterpiste, bis kurz vor Dawson-City fortsetzen. Der „Geist“ vergangener Goldgräberzeiten ist in Dawson und Umgebung stets allgegenwärtig! Noch heute wird, jedoch sehr industriell, am Yukon- und Klondike-River nach Gold geschürft.
Der 10-tägige Abstecher auf dem Dempster-Highway, über den Polarkreis und hoch nach Inuvik, übertraf unsere Erwartungen. Die herbstliche Verfärbung der Tundra, grossartige Fernsichten, Tierbeobachtungen (Caribous) und das Bewusstsein weit ab jeglicher Zivilisation und Versorgung zu sein - bleiben uns in bester Erinnerung!
Alaska erreichten wir ab Dawson-City über den bekannten Top-of-the-World-Highway. Da wir Alaska schon früher bereisten, konzentrierten wir uns bei der Reiseplanung auf Strecken, die auf unser Gelände-Fahrzeug zugeschnitten schienen. So befuhren wir den alten Denali-Highway entlang der hoch aufragenden Alaska-Ranche und besuchten die alte Minenstadt McCarthy, mitten im Wrangell Nationalpark.
Ende August hielt der Herbst, mit schönster Verfärbung der Natur aber auch bereits sehr kalten Tagen/Nächten, eindrücklich und schnell Einzug. Für uns also höchste Zeit, südlichere Reiseziele an zu fahren! Über Whitehorse und anschliessend über die Alternativ-Route zum Alaska-Highway, den noch recht bescheiden ausgebauten Cassiar-Highway, erreichten wir die Stadt Prince Rupert.
Für die Schifffahrt durch die Inline-Passage, hinunter nach Vancouver-Island, suchten wir uns einen Traumtag aus. Die engen und verwinkelten Kanäle sowie die Sicht auf schneebedeckte Berge waren grossartig. Springende Orkas sorgten oft für zusätzliche Unterhaltung. Wir genossen Esti’s „50-igschte Gebortstag“ - trotz mässig überzeugender Bordküche – sehr!
Nach rund einer Woche auf Vancouver-Island und einem Abstecher nach Vancouver verliessen wir Kanada, nach knapp fünf Monaten Aufenthalt, mit der Autofähre von Victoria nach Port Angeles / USA.
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Höhepunkte
- Rocky Mountains in Alberta
- Fahrt auf dem Dempster-Highway über den Polarkreis / Yukon
- Fahrt auf dem alten Denali-Highway / Alaska
- Schiffahrt durch die Inline-Passage / British Columbia
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Über den Polarkreis
Als nördlichsten Ausgangspunkt „unserer“ Panamericana wählten wir absichtlich Inuvik (Kanada). Hoch zum nördlicheren gelegenen Prudhoe Bay (Alaska/USA) wäre bestimmt auch ein Erlebnis gewesen – die auf weiten Teilen entlang der Strecke oberirdisch verlegte Trans-Alaska-Pipeline, hielt uns jedoch davon ab!